4
Mai
2012

Wohin mit dem Literaturwegfall




Nante liest, liest und liest ..


sie kennt demzufolge auch jeden Altwarentandler, der Bücher verkauft- ha, ich gehe aber aus dem Laden raus, wenn der zuviel verlangt -- .

Flohmärkte sind ebenfalls nicht vor mir sicher.

In der "Carla" Eisenstadt sind Bücher am billigsten.

Dann bekomme ich noch --- nein, alles wird nicht verraten ..


Bei einem Leseaufkommen von ca drei Büchern in der Woche kommt etwas zusammen. Da ich aber wahllos kaufe ( vom "Beipacktext" verlockt,) kommt einiges zusammen ... meine Bücherschränke sind voll... wir haben derer viele...
Um die ausgelesenen Unterhaltungselemente ins Altpapier zu stecken, fehlt mir der Mut... allzu große Ehrfurcht vor dem gedruckten und unterhaltendem Wort erfüllt mich.

Schluss des Gejammers.... ich weiß jetzt, wo diese ihre nutzbringende Verwendung finden können, einen Ort, wo andere "Lesenarren" fündig werden können.


Die Erste Margaretner Bücherschank
, einer der neuen Wiener Gratisbuchläden, machts möglich !

Kebablokal, Siebenbrunnenplatz 2,

Hoffentlich komme ich von dort nicht mit mehr Büchern zurück als ich hinbringen werde


PS Natürlich kaufe ich Neuerscheinungen auf dem Literaturmarkt in "ordentlichen" Buchhandlungen zu sehr ordentlichen Preisen ... nicht das Ihr vermutet, ich sei eine reine second hand readerin...

30
Apr
2012

Im schönsten Wiesengrunde



Im schönsten Wiesengrunde

Sängest du nicht, Bach
die murmelnden Töne des Trauten,
zerginge ich hier
im Fremden,
zerflösse....


mg 2012


Dieses Volkslied ( Titel) war das Lieblingslied unseres Vaters....
es ist auch meines, ganz geheim ....

26
Apr
2012

der gesellschaftliche Abstieg des Gartenzwerges

oder

Vom barocken Gartenutensil in den Schrebergarten



Das Gesamtkunstwerk - Renaissanceschloss Greillenstein im Waldviertel




zum Thema:

die kleinen Geschöpfe, die den Herren und Damen des 18. Jahrhunderts Freude machte

arbeiteten



aßen




na, was macht denn die ?




und ließen sich von guten Hirten betreuen





Wie soll man/frau angesichts dieser Lebensfülle nicht das Grausen von "denen ihre Nachkommen" überkommen ?

13
Mrz
2012

ein Haiku

Morgendunst löst sich
aus seiner Bodenhaftung
das Erdreich dampft aus.

mg



ich bin im Augenlick weder kommunikativ, noch kreativ, noch ... ja... noch



Jossele, bubi340 und A... vielen Dank, dass Ihr immer noch so "brav" bei mir einschaut...

1
Mrz
2012

...

Aufbruch
miterlebt








ich lasse die Blicke laufen
sie laufen sich selbst hinterher...
Jeder Augenblick
bringt Frühlingsglück..


mg

26
Feb
2012

Wo die Spinnerin spann und der Henker hängte



>
Jeder, der seit Jahrhunderten auf der Hauptrichtung nach Süden Wien verlässt, kommt auf der Triester Straße hiervorbei.

Viele
Wiener kennen die rührende Sage von der Frau, die an dieser Stelle auf
ihren, zum Kreuzzug aufgebrochenen Mann wartete und sich spinnend die
Wartezeit vertrieb.
Auch andere Wiener Sagen knüpfen sich an diese Säule.
Herzog
Leopold der III.ließ 1375 zum Dank für die so sehnlich erwünschte
Länderteilung zwischen ihm und seinem Bruder Albrecht III.an dieser
Stelle eine Denksäule von Meister Michael Weinwurm setzen und weihte sie
der Mutter Maria als Beschützerin und Verteidigerin seiner Lande.
1446
wurde sie durch Hunyadys Schar zerstört, die Stadt Wien ließ aber an
gleicher Stelle durch Dombaumeister Hans Puchsbaum 1452 die prachtvolle
Denksäule errichten: 4 000 Ziegeln aus dem Wienerberggebiet wurden in
den Grund gesenkt, um Standfestigkeit zu erreichen, Diese achteckige
Säule war meilenweit zu sehen. Warum gerade diese Stelle ausgewählt
wurde, hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass im Mittelalter ungefähr
bis hierher der Wiener Burgfrieden - also die Rechtshoheit der Stadt -
reichte.

Dafür spricht auch, dass die Säule ursprünglich dem
Heiligen Crispin, dem Beschützer der Grenzen geweiht war und u.a. auch
"Krispinkreuz" hieß.
Ab 1671 wurde sie schon Spinnerin am Kreuz
genannt - und in der Geschichte oftmals restauriert. Im 2. Weltkrieg
wurde sie geringfügig beschädigt ... die Figurengruppen waren aber in
Sicherheit und sind im Favoritner Heimatmuseum zu besichtigen.

Diese Säule hatte aber auch noch eine andere Benennung: "Kreuzspinne", Marterkreuz", denn wahrscheinlich ihr gegenüber stand
.Jahrhunderte lang - bis zum Jahr 1747 - (quasi am Stadrand) eine der wichtigsten Hinrichtungsplätze.
Dann wurde diese bis 1804 zum Rabenstein ( vor dem alten Schottentor) verlegt, bis sie wieder 1804 nach Favoriten kam.
Am 31. Mai 1868 ... zur Zeiten Kaiser Franz Josefs - fand hier die letzte Justifizierung statt- an dem Raubmörder Georg Rattke.

Und ungefähr so sah eine Hinrichtung noch im 18.und 19. Jahrhundert aus:

Im
Vorbau der Schranne auf dem Hohen Markt ( Innere Stadt) wurde bis 1850.
nach altem Brauch feierlich das Urteil gesprochen.Dabei wurde "der
Stab über dem Haupt des Delinquenten gebrochen" . In der ganzen Stad
herrschte Volksfeststimmung und feierlich zog man dann vor die Tore der
Stadt - zur Spinnerin am Kreuz. Die Wiesen und Felder ringsum waren mit
bis zu 40 000 Schaulustigen besetzt , die zum Teil hier sogar
übernachteten, damit ihnen nichts entging.Es gab sogar eigenen
"Galgenbrezeln" als Labung.
Ab 1735 stellten die Buchdrucker ein
Doppelblatt des Verbrechers/der Verbrecherin her, mit den hargenauen
Schilderungen der Tat .

Der Verurteilte wurde auf dem
"Malefizwagen" aus der Stadt geführt. Ein Priester begleitete ihn. im
17. und 18. Jahrhundert gab es eine eigene Totenbrüderschaft, die dafür
sorgte, dass die Leichen auf den "Armensündergottesacker " auf der
Wieden - in der Nähe der Karlskirche- bestattet wurden.

Josef II
löste die Totenbrüderschaft auf und setzte einen "Galgenpater" ein, der
nach der Bestattung an das Volk eine Predigt halten musste.


Quellen: "Wien wie es war, Richard Groner, Verlag der Walsheim-Eberle Ag, Wien, Leipzig, 1922
"Favoriten" Werner Schubert, Bezirksmuseum Favoriten , Eigenverlag, 1992

Bildmaterial Google-Bild: freigestellt, weil Schutzfrist vorbei


Mir ist heute so nach meinem Beruf *grins*

nein, nein, Henkerin war ich nur metaphorisch, real eher nicht, obwohl so manche beherzte Henkersfrau ihrem " feigen" Mann bei Kopf-ab- Befehl half......

25
Feb
2012

Nächtliches


Nächtliches

Das Land des Träumens verweigert sie
nun mit aller Entschlossenheit.
Sie will nie - nie
mehr überholt werden
von unbewusster Einsamkeit
und mancherlei Beschwerden.

Hinter dieser Vorsatzschwelle
zeigt sich in lichter Freudenhelle
des Lebensfrühlingsblumenpracht
in sanfter geruhsamer Altersnacht.

mg

19
Feb
2012

Jo, derf man denn des ?

Ich habe die ausdrückliche Erlaubnis des Wiener Autors, Herren Riedl, diesen Text zur Diskussion zu stellen.









Ist ironisch überzeichnete Wahrnahme eigener Eindrücke ein Verdammungsurteil des Geschilderten ..

Hasst Riedel seine Heimatstadt--- oder liebt er sie und will aufrütteln..


Das ist eine Frage, die mich immer wieder beschäftig.

Ich bin der Meinung, er darf
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